Als Ergebnis quantitativer und qualitativer Analysen der Internetauftritte der Parteien und der Befragung der Internet-Verantwortlichen der im Bundestag vertretenen Parteien kann man feststellen: Die Zahl der Menschen, die die Internetplattformen der Parteien im Wahlkampf nutzen, ist beeindruckend. Sie ist jedoch weit geringer als die Zahl der Menschen, die über die traditionellen Medien erreicht werden. Reaktionen auf Äußerungen der Parteien und ihrer Kandidaten im Internet sind in der Regel selten und inhaltlich dürftig. Die Reichweite und damit die Bedeutung des Internet als Forum der politischen Diskussion und als Quelle der Meinungsbildung wird deshalb in der aktuellen Diskussion weit überschätzt. Die Internetauftritte der Parteien und Kandidaten sind wichtig, aber bisher nicht mehr als die Debattierclubs, Parteiblätter und Handzettel der digitalen Welt.